Altglas: Minolta MC Rokkor 35mm f2.8

Nachdem ich das 50mm Rokkor erfolgreich analog und digital verwendet und für gut befunden habe, kommt jetzt sein 35mm Bruder (oder Schwester) an die Reihe. Das gute Stück hat mich bzw uns beim letzten Urlaub begleitet und hat weiterhin seinen (oder ihren) Platz in der Kameratasche verdient.

Das Objektiv (ich glaube, es ist die dritte oder vierte Variante aus der Baureihe) macht an der Minolta X-700 – also analog und quasi Vollformat – absolut Sinn und Spaß, denn die 35mm Brennweite sind für mich ideal und in den meisten Situationen passend. Es ist mit einer Blende von f2.8 auch noch relativ Lichtstark. An der Fuji ist es dann leider auch nicht mehr so super spannend – denn die 50mm Brennweite, die ich an dem Body habe, kenne ich ja bereits seit Jahren. Irgendwie hab ich die letzten digitalen Jahre zu 95% mit 50mm fotografiert.

Wo könnte das Objektiv in seinem zweiten Frühling punkten? Mit Bokeh? Hm, schauen wir mal… Mit Schärfe? Ich vertraue Minolta… Also muss es einem Test mit dem Makrozwischenring von Fuji herhalten. Immerhin komme ich so ca 2.5m dicht an das Motiv ran. Bei Offenblende eigentlich völliger Unsinn, da die Tiefenschärfe hier verdammt gering ist. Aber diese Altglas Serie, die du hier liest, ist ja auch keine wissenschaftliche, höchst technische Abhandlung, sondern einfach nur mein Erlebnis mit dem jeweiligen Glas. In dieser Kombination fotografiere ich übrigens meine Negative ab!

Das war die lange Einleitung, hier die Fotos:

Das sieht jetzt nicht sooo dicht aus, aber die Gegenlichtblende hat die Objekte in den meisten Fällen bereits berührt. Richtige Makros lassen sich so natürlich nicht machen. Aber vielleicht finde ich ja noch ein paar original Minolta Zwischenringe um noch dichter an das Objekt der fotografischen Begierde zu kommen.

Ein wenig von dem schicken Bokeh kann man denke ich auch erkennen oder zumindest erahnen, die Fotos sind alle mit Blende 2.8 gemacht worden. Ein wenig besser sieht man es vielleicht hier:

Minolta Rokkor 35 an der Fuji X-T1

Ähnelt dem 50er Rokkor – auch in Sachen Schärfe – wobei das 50mm trotzdem gewinnt.

Finde ich jetzt einen Dauereinsatz an der digitalen Fuji? Abgesehen vom Digitalisieren der Negative – ich denke nicht. Technisch gesehen ist es gut (bei Offenblende gibt es allerdings CAs ohne Ende…), aber die Brennweite finde ich langweilig. An der Minolta hingegen wird es bleiben – ideale Reportagebrennweite.

Falls sich jemand fragt: die Fotos sind mit Lightroom zugeschnitten worden, Belichtungskorrektur per Mausklick (=automatisch!!!) und der Farbton nennt sich „classic chrome“, den gibt es bei Fuji inklusive.

Das waren meine Minolta-Gläser fürs Erste. Ich habe noch Sachen von Nikon und Canon rumliegen – wird alles getestet! Also bis zum nächsten Mittwoch.


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