Das TTartisan 50mm f1.4 an der Leica M240

Seit fast 1.5 Jahren benutze ich ausschließlich das 35mm Nokton an meiner Leica – Zeit, mal etwas anderes auszuprobieren. Warum nicht gleich eine andere Brennweite? Okay auf geht‘s: Hallo 50mm von TTartisan.

Der folgende Beitrag ist – wie gehabt – keine wissenschaftliche bzw. technische Abhandlung, kein echter Test, sondern lediglich ein Erfahrungsbericht. Ich habe auch keine Lust, großartig auf die technischen Details einzugehen – sowas interessiert mich nämlich auch nicht.

Alles fing vor ein paar Tagen mit einem WhatsApp Gespräch an, in dem mir der gute Matthias (Instagram @freiraeume.mv) ein YouTube Video über das 50mm Objektiv von TTartisan zukommen lies. Die 50mm Brennweite ist gerade für Portraits interessant und auch, wenn ich immer nur mit 35mm durch die Welt laufen wollte, war so ein 50er irgendwie immer im Hinterkopf. Warum also nicht mal über den Tellerrand gucken. Dazu kommt, dass das TTartisan mit einer Lichtstärke von 1.4 daherkommt und unter 400 Euro kostet. Musste ich das haben? Irgendwie schon. Matthias kann überzeugend sein und 2 Tage später lag das Paket auf meinem Tisch – vielen Dank an fotokoch.de für den super Service.

TTArtisan M 50mm f/1.4 ASPH – fantastisches Handyfoto

Das gute Stück kommt einer schönen, weißen Verpackung inklusive Schraubendreher daher. Ja, ganz genau: die Objektive sind werkseitig nicht justiert – das muss der Benutzer machen. Ist der Preis deswegen vergleichsweise gering? Ich denke, ja. Ist auch nicht schlimm, da alles gut beschrieben ist und nur wenig Zeit in Anspruch nimmt. Wenn man das nicht macht, hat man leider front- oder backfocus (? sagt man das so ?).

Wie auch immer… das Objektiv war bei einigen Spaziergängen dabei, damit ich mir einen Eindruck verschaffen konnte. Die folgenden Fotos sind keine Kunstwerke, sollen sie allerdings auch nicht sein…

Ja, die Fotos sind „bearbeitet“ – nicht viel (wie immer), aber etwas. Zumindest hab ich viel Filmkorn raufgepappt. Das mag ich aktuell wieder sehr.

Natürlich war es eine kleine Umgewöhnung von den üblichen 35mm, in denen ich die letzten Monaten quasi gesehen habe. Ohje, Veränderungen!!!

Gutes Stichwort: das Gewicht. Das TTartisans ist nicht schwer, es fühlt sich eher wertig an. Als Vergleich habe ich allerdings auch nur das Nokton, das ja eher winzig ist. Es liegt gut in der Hand. Die Kamera ist allerdings ETWAS kopflastig – verglichen mit dem Nokton.

Es kann gut sein, dass ich noch etwas nachjustieren muss, ich bin mir gerade nicht sicher – dennoch bin ich auch von der Schärfe bei Offenblende begeistert. Ansonsten gilt: so wie es aussieht, ist es gewollt. Gerade bei dem zweiten Foto… das muss schräg sein, weil das „Il Casale“ sonst schief wäre.

Ich hatte anfangs ein wenig Bedenken bei diesem Objektiv, da ich vor einiger Zeit das 7Artisans 35/f2 getestet habe und leider komische rosa/lila Streifen an den Bildrändern hatte. Und bei dem Namen… 7Artisans = TTartisan? Dachte ich. Ist vielleicht auch so, aber ich hatte diesen komischen Fehler hier nicht. Pluspunkt.

Da sich 50mm immer gut für Portraits machen, hab ich das natürlich auch schon mal getestet – eine kleine Vorschau nur für dich:

Mehr Fotos von diesem und anderen Shootings demnächst. Portraits waren eigentich der Hauptgrund für den Kauf dieser Brennweite. Das hab ich bis hier sicher schon oft erwähnt und werd das auch weiterhin machen.

Tja, was soll ich sagen. Kann man anhand dieser paar Fotos entscheiden, ob das Objektiv gefällt? Ich hab natürlich noch mehr Fotos gemacht, aber Spiegel“portraits“ halte ich lieber mal zurück (gibt es nach dem Friseurtermin). Von daher – ja, kann man. Ich hatte das Gefühl, dass ich einfach ein 50mm Objektiv benötige (Achtung déjà-vu: wegen der Portraits).

Das 35er Nokton wird immer dabei sein, da es irgendwie für alles zu verwenden ist – ich denke, beide Objektive werden gleich oft Einsatz finden. Allerdings brauch ich jetzt irgendwie eine neue Fototasche, da ich beide Objektive nicht mehr in das Täschlein kriege… Naja, das ist auch mal ein Thema, über das ich schreiben sollte. Später mal.

Achja, der Objektivdeckel ist ein merkwürdiger Geselle… nichts zu festklemmen oder ähnliches, sondern einfach nur zum draufschieben – aber bisher hat er gehalten. Kleiner Pro-Tipp: die Innenseite des Deckels ist mit Samt (?) beklebt (kann auch einfacher Stoff sein, fühlt sich aber toll an), da sammelt sich dann fix mal dies und jenes dran. Zumindest bei mir, die Hosentaschen wären ein Fest für Jacques Cousteau.

tl;dr
Ja, ich behalte es. Es macht Spaß, fühlt sich wie gesagt wertig an, die Schärfe stimmt, der Preis (389 Euro) auch – für mich definitiv ein Geheimtipp! Das TTartisan wird also demnächst wieder Gast auf diesem Blog sein. Viele Pluspunkte!

All das ist allerdings nur meine persönliche Meinung – sieht ja jeder anders. Ich habe auch nicht wirklich die Möglichkeit, dieses Objektiv mit z.B. echten Leica Gläsern zu vergleichen – das Ergebnis sollte allerdings klar sein. Sobald das möglich ist, werde ich natürlich darüber schreiben. Hallo Zaunpfahl.

Das war es für heute. Ich werde gleich noch eine Runde mit der Drohne drehen. Solltest du Fragen zu dem Objektiv haben: hinterlasse gerne einen Kommentar. Solltest du Tippfehler finden: ausdrucken und an die Wand hängen.

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Wenn du Interesse an dem Objektiv gefunden hast: du kannst es entweder über diesen Link bei fotokoch.de bestellen, oder auch (etwas teurer) bei Amazon (*) – ich denke, du wirst Spaß mit dem Teil haben. Vor allem für das Geld.

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